Die EU-Kommission hat der Übernahme des Elektronikfachhändlers MediaMarktSaturn durch den chinesischen Handelskonzern JD.com unter bestimmten Auflagen zugestimmt. Mit diesem Schritt sichert sich JD.com den Zugriff auf den größten Elektronik-Fachhändler Europas. Das vorliegende Übernahmeangebot wird mit einem Volumen von 2,2 Milliarden Euro bewertet.
Um Marktverzerrungen durch chinesische Subventionen zu verhindern, hat Brüssel strikte Bedingungen an die Transaktion geknüpft. JD.com ist verpflichtet, seine Logistikkapazitäten, Lager sowie Technologien anderen Marktteilnehmern zugänglich zu machen. Diese Leistungen müssen zu denselben Konditionen angeboten werden, die auch für MediaMarktSaturn gelten.
Hintergrund der Entscheidung ist auch ein politischer Druck aus Peking, das zuvor mit Konsequenzen gedroht hatte, sollte der Verkauf scheitern. Die EU-Kommission prüfte daher genau, inwiefern der Wettbewerb durch den Einstieg des chinesischen Konzerns beeinflusst wird. Letztlich überwogen die Bedingungen für eine Genehmigung unter Vorbehalt.
Die Maßnahme zielt darauf ab, einen fairen Wettbewerb im europäischen Einzelhandel zu gewährleisten. Durch die Öffnung der Infrastruktur wird verhindert, dass JD.com einen exklusiven technologischen Vorsprung erlangt. Damit steuert die EU den Markteintritt des chinesischen Giganten in den europäischen Sektor der Unterhaltungselektronik.



